Babykost selber anbauen in Eierkarton und Joghurtbecher

Unser Balkongarten

Wer kennt das nicht? Man geht voller Idealismus und Enthusiasmus einkaufen um die Babykost für den kleinen Schatz selbst zu kochen – und muss danach erst einmal den Müll für den gelben Sack/die gelbe Tonne hinausbringen.

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Wenn man den Verpackungsmüll betrachtet, den man bspw. für die Zubereitung von Babybrei konsumiert hat, stellt man sich die Frage, ob es nicht umweltfreundlicher wäre, fertigen Babybrei im Gläschen zu kaufen. Die Antwort auf diese Frage ist sicherlich nicht einfach. Klar, Glas kann deutlich besser recycled werden als Plastik und der industrielle Kochprozess selbst ist aufgrund der Menge wahrscheinlich ressourcenschonender als das Kochen kleiner Mengen. Jedoch ist zum einen nicht bekannt, welche Form der Energie (z. B. aus regenerativen Energien oder Atomkraft) für den Produktionsprozess verwendet wird und zum anderen kennen wir das Entsorgungssystem von Abwasser, Abfällen etc. des jeweiligen Herstellers nicht. 

In diesem Artikel soll es allerdings nicht um „Kaufen vs.Kochen“ gehen (darüber werde ich einmal noch einen eigenständigen Artikel schreiben) sondern um eine Möglichkeit  bei der Zubereitung von Babykost möglichst wenig Ressourcen zu verbrauchen und Müll zu reduzieren.

Wer selbst kocht, weiß welche Form der Energie dafür bezogen wird (im Idealfall hat man einen Stromtarif, der regenerative Energiequellen bevorzugt) und kann die Abfälle, wie bspw. Gemüseschalen, nochmal verwenden und/oder kompostieren. 

Wäre da nicht dieser Verpackungsmüll…

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Es gibt nun zwei Möglichkeiten:

1. Man achtet beim Einkauf darauf, so wenig Verpackungsmaterial wie möglich zu erwerben

2. Man baut (einen Teil) der Babykost selbst an

Es ist möglich, beim Einkaufen eigene Mehrwegsäcke für
Obst/Gemüse und Brot selbst mitzunehmen. Jedoch ist leider vieles vorverpackt
und man hat gar nicht die Möglichkeit, Verpackungen zu sparen. In Bio-Läden ist die Wahrscheinlichkeit, unverpacktes Obst und Gemüse zu erhalten, höher als im Discounter. Allerdings ist der Einkauf hierbei nicht nur eine Frage der Verpackung sondern auch eine Frage des Budgets… Eine gute Lösung bietet der klassische Wochenmarkt. Wer dort einkauft, kann seine Verpackungen selbst mitbringen, die Mengen bestimmen und auch bspw. die Blätter/das Grün gleich entfernen lassen, wenn man es selbst nicht verwenden kann.
Desweiteren gibt es mittlerweile sog. Unverpacktläden. Die Idee ist gut – jedoch sind diese bislang nur vereinzelt zu finden.

Unser Weg der Müllreduktion ist der Anbau eines Teils der
Babykost auf unserem Balkon.

Anbau von Babykost - die ersten Schritte

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Dafür benötigt man gar nicht viel:

1. Einen alten Eierkarton für die Anzucht der Jungpflanzen
2. etwas Anzuchterde
3. Samen
4. eine Schere
5. Gießkanne/Wassersprüher
6. ein paar Joghurtbecher oder alte Pflanzentöpfe
7. etwas Gemüseerde ​

Es ist wirklich nicht schwer. Der Eierkarton wird in zwei Teile zerschnitten und dann so ineinander gestellt, dass der ursprünglich obere Teil unten ist und überschüssiges Wasser abfangen kann. Dann werden die Vertiefungen, in denen die Eier drin waren, mit Erde gefüllt. Anschließend macht man eine kleine Mulde für den Samen (siehe Anleitungen auf den Samentütchen), füllt ihn ein, macht die Erde wieder darüber und gießt an. 

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Und nach ein paar Tagen…siehe da…schauen schon die ersten Jungpflanzen hervor. 
Dann kommen die alten Joghurtbecher (natürlich ist Joghurt im Glas umweltfreundlicher) zum Einsatz.
Dafür werden diese mit Gemüseerde befüllt und es wird in der Mitte wieder ein Mulde geformt, in die die Jungpflanzen mitsamt Wurzeln gesetzt werden. Beim Entnehmen der Jungpflanzen aus dem Eierkarton muss darauf geachtet werden, die Wurzel nicht zu beschädigen; d. h. am besten zuvor nicht gießen und nicht an der Pflanze ziehen. Wenn die Pflanzen mitsamt Wurzeln umgebettet wurden, wird die Mulde wieder mit Erde bedeckt und angegossen. ​

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Et voilà…die ersten Schritte sind getan. Nun heißt es abwarten bis die Pflanzen etwas kräftiger geworden sind und dann können sie ihre endgültige Heimat (in unserem Fall in einem großen Kübel auf dem Balkon) finden.

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Diese Erdbeeren haben wir schon als Jungpflanzen gekauft und präsentieren sie den Bienen in der Hoffnung, dass diese den Weg hoch zu unserem Balkon finden und die Pflanzen bestäuben, sodass wir unserem low waste baby bald Bio-Erdbeeren ohne Verpackungsmüll anbieten können.:-) 

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