Angenehmes Gefühl auf der Haut

Waschbare Stilleinlagen

Die Drogerien sind voll mit Einwegstilleinlagen. Es gibt sie in den unterschiedlichsten Formen und Größen. Dennoch haben sie zwei große Gemeinsamkeiten: Sie beinhalten viel Chemie und schaden der Umwelt. Gibt es Alternativen? Lies hier mehr!

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Einwegstilleinlagen erscheinen praktisch: Sie sind hygienisch, halten die Haut trocken, schützen die Kleidung und können ohne Aufwand entsorgt werden. Bei diesen Vorzügen neigt man dazu zu vergessen, dass sie, genau wie Einwegwindeln, nur kurze Zeit benutz werden und anschließend im Müll landen. Über die gesamte Stillzeit hinweg häuft sich einiges an, was die Umwelt und den eigenen Geldbeutel sehr belastet.

Neben den finanziellen und ökologischen Aspekten sind Einwegstilleinlagen auch gesundheitlich nicht unbedenklich, da sie Chemie und Plastik beinhalten (siehe Bericht von Öko-Test). 

Gibt es Stilleinlagen, die sowohl gut zur Haut als auch zur Umwelt sind?

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Ja!! Es gibt Stilleinlagen aus verschiedenen natürlichen und waschbaren Materialien. Diese wiederverwendbaren Stilleinlagen sind hautfreundlich, luftdurchlässig und schonen die Umwelt. Zudem lohnt es sich gegenüber Einwegstilleinlagen auch finanziell auf Mehrwegstilleinlagen zurückzugreifen.

Da ich mit Silikonstilleinlagen und Milchauffangschalen keine Erfahrung habe (zumal diese aus Plastik bestehen), klammere ich diese aus und möchte Dir Stilleinlagen aus Baumwolle und Wolle/Seide vorstellen.

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Links siehst Du Stilleinlagen aus Seide und Schurwolle, rechts im Bild Stilleinlagen aus Baumwolle.

Stilleinlagen aus Baumwolle

Diese sind angenehm weich zur Haut und mit der Kochwäsche maschinenwaschbar. Letzteres bedeutet, dass sie auch bei Infektionen benutzt werden können.

Der Nachteil von Baumwolle ist, dass sie durchnässen kann. Wenn Du stärkeren Milchaustritt hast, ist es möglich, dass sich Flecken auf der Kleidung bilden. Es gibt auch Baumwollstilleinlagen, die mit einem polyurethanlaminierten Stoff vernäht sind. Dieser ist atmungsaktiv und hält dicht. 

Wenn eine Baumwollstilleinlage nass wird, kann es sein, dass sich das kalt auf der Haut anfühlt. Mich hat das noch nie gestört, aber das ist sicherlich Geschmackssache. 

Stilleinlagen aus Wolle und Seide

Ich möchte Wolle (Schurwolle) und Seide zusammenfassen, da sie meistens kombiniert werden. 

Wolle hat den großen Vorteil, dass sie dicht hält und somit die Kleidung schont. Jedoch wird sie nicht von jedem vertragen, bzw. nicht jeder mag Wolle direkt auf der Haut. Daher wird sie häufig mit Seide kombiniert, die sich angenehm und trocken auf der Haut anfühlt, die Feuchtigkeit direkt an die Wolle abgibt und etwas kühlt. Einer speziellen Form der Seide, Bourettseide, werden heilende Eigenschaften zugesprochen. Daher eignen sich Stilleinlagen aus Bouretteseide besonders bei wunden und/oder rissigen Brustwarzen. 

Der Nachteil von Wolle/Seide ist, dass sie nicht maschinenwaschbar ist (außer im speziellen Wollwaschprogramm). 

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Wie Du siehst, muss es nicht immer die Einwegstilleinlage sein. Mehrwegstilleinlagen aus natürlichen Materialien lassen mehr Luft an die Brust und können bei wunden/rissigen Brustwarzen heilungsfördernd sein. Zudem fällt kein Müll an und Du kannst gegenüber Einwegstilleinlagen Geld sparen. 

Man kann, je nach Brustgröße und Menge des Milchaustritts, aus mehreren Varianten wählen. Eine zweilagige Baumwollstilleinlage ist bei regelmäßigen Stillphasen meistens ausreichend. Diese ist recht schlank und trägt nicht auf. Eine Einlage aus Wolle kann mehr Milch auffangen, ist aber i. d. R. etwas dicker und auftragender.

Den Klebestreifen, den man von Einwegstilleinlagen kennt, habe ich bislang bei wiederverwendbaren Einlagen nicht vermisst. Letztere sind meistens etwas größer und verrutschen nicht. Der Still-BH kann allerdings nicht mitsamt der Stilleinlage nach unten geklappt werden; d. h. Du musst die Einlage vor dem Stillen herausnehmen. Falls es Dir wichtig ist, dass man sie beim Stillen nicht sieht, kannst Du sie einfach auf die andere BH-Seite schieben. 

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